Wie alles anfing

Zwei kleine Begebenheiten sollen dir näher bringen worum es bei dem Gebetsplaner geht. Vorab sei nur kurz erwähnt:

Es geht uns nicht darum dir deine Gebetszeit vorzugeben, noch um Zeitpläne zum Gebet zu erstellen, noch um verwaltungsähnliche Aufzeichnungen. Es geht um Gottes Anbetung, deinen persönlichen Erfahrungen mit Gottes handeln zu deinen Gebeten und gegen das Vergessen von Gebetsanliegen .



Geschichte

Vor einigen Jahren hörte ich eine Predigt. Nichts außergewöhnliches. Doch an diesem Tag sollte sich diese Geschichte in meinem Gedächnis verankern.

In einer Gemeinde (Kirche,Versammlung) lebte ein Mann hohen Alters. Nicht der Einzige der treu in die Gemeindestunden (Gottesdienste), wenn er es körperlich schaffte, ging. Oftmals unter großer Anstrengung und Schmerzen, suchte er die Gemeinschaft. Als alleinlebender Witwer, ohne weiter lebende Bekannte und Verwandte, verbrachte er die letzen Tage seines Lebens in der Gemeinschaft der Geschwister. Ein unscheinbarer Mensch, ein kaum wahrgenommenes Gemeindemitglied. Man kannte ihn, aber dennoch eher oberflächlich.

Eines Tages blieben die Besuche aus. Erst einige Zeit später viel auf dass er fehlte. So machte man sich auf um nach dem betagten Herrn zu sehen. Wie schon oft gelesen, fand man ihn tot in der Wohnung. Viele der Gemeindemitglieder waren bestürzt, dass man doch so wenig von ihm wusste. Da es keine Familienangehörigen mehr gab und die Wohnung zur Räumung freigegeben wurde, kümmerte sich die Gemeinde darum.

Während des Ausräumens dieses Lebens, dass nun anscheinend nichts weiteres mehr hinterließ, fand man im Nachttisch ein Büchlein. Dieses war handschriftlich vollgeschrieben mit tausenden von Namen. Es stellte sich heraus dass es Gebetsanliegen waren. Namen von Gemeindemitgliedern, von Verwandten, von Menschen und Aktionen die Gebetsunterstützung benötigten. Es waren seine persönlichen Aufzeichnungen seiner Gebetsanliegen . Erstaunlich war, dass man dies auch an Hand von einem Datum nachvollziehen konnte, wann dieser Mann angefangen hatte für diese Gebetsanliegen zu beten. Die Daten reichten bis zu 40 Jahre zurück. Doch damit endete dies nicht, denn es gab ein "Platzhalter" für jeden Namen, der die Erhörung des Gebetes ebenfalls mit einem Datum vollendete. Wenn Gott also gehandelt hatte, die treue des Gebets belohnt hat. Oftmals vergingen Jahre oder Jahrzehnte, ein anderes mal nur Tage oder Wochen. Das ganze Büchlein war ein Anbetungsbuch geworden zur Ehre Gottes. Zur Erbauung des eigenen Gebetslebens, der eigenen persönlichen Gebetszeit.

Eine weitere Begebenheit

Eine andere Begebenheit, sollte diese wahre Geschichte ebenfalls nochmals bei mir in Erinnerung rufen:
In unserer Gebetsstunde (Gebetskreis) die einmal in der Woche stattfindet, sammeln wir alle Gebetsanliegen die wir so auf dem Herzen haben. Eine rege Beteiligung sorgt für ausreichend Gebetsstoff. So begab es sich eines Tages, dass ein Bruder der 14 Tage im Urlaub war, in dem Gebtestreffen nachfragte, was denn aus dem einen Gebetsanliegen von einer betreffenden Person geworden ist.

Jeder schaute in seine Aufzeichnungen nach. Ich blätterte in meinem Block, andere sortierten ihre Zettel neu, andere durchwanderten ihre Aufzeichnungen in Kladden und Heften, nach dem Eintrag. Es dauerte eine ganze Zeit bis einer die richtige Aufzeichnung gefunden hatte. Erst dann konnte man sich an das Gebetsanliegen erinnern und Auskunft geben ob es hier eine Veränderung gegeben hat.

Hier sind mir 2 Dinge aufgefallen. Erstens ist es wichtig dass wir für eine Sache oder Menschen im Gebet vor Gott einstehen sollen. Die Fürbitte. Das 2. ist aber, dass uns Gott nicht immer im Unklaren lassen möchte, wenn ER Gebete erhört. Dies soll uns ja auch zum Loben und Danken führen, wenn ER Gebete erhört. Es soll uns Mut machen und stärken und erbaulich sein in unserem Glaubensleben.

Die Geburtsstunde

Das war die "Geburtsstunde" von My prayer times. Dem besonderen Gebetsplaner , der mir helfen soll, wichtige Gebetsanliegen nicht zu vergessen , an Gebetsanliegen dran zu bleiben , um im Ringen und im Kampf für dieses einzustehen, nicht nachzulassen. Es dient auch zur Erbauung und Ermunterung dran zu bleiben, wenn ich nachlesen kann, wie Gott bereits geholfen hat und mir Mut machen möchte. So gilt ihm all mein Lob und Dank, wenn ER mich an sein Handeln erinnert, was ER bereits getan hat.



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